Anonyme Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung: So prüfen Sie Ihre Chancen ohne Risiko

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, muss Fragen zu seiner Gesundheit beantworten. Genau hier scheitern viele Anträge oder werden teurer als nötig. Mit einer anonymen Risikovoranfrage finden Sie vorher heraus, welcher Versicherer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, ohne dass Ihr Name genannt wird und ohne Spuren bei den Versicherern zu hinterlassen.
Inhalt
- Warum die Gesundheitsfragen so wichtig sind
- Gleiche Angaben, fünf Ergebnisse
- Die Vorteile auf einen Blick
- So läuft die Risikovoranfrage ab
- Video: der digitale Fragebogen
- Welche Gesundheitsfragen gestellt werden
- Diagnose oder Anamnese?
- So besorgen Sie Ihre Gesundheitsdaten
- Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen
- Häufige Fragen
Warum die Gesundheitsfragen so wichtig sind
Vor dem Vertragsabschluss prüft jeder Versicherer, wie hoch Ihr persönliches Risiko ist, berufsunfähig zu werden. Grundlage sind Ihre Antworten auf die Gesundheitsfragen im Antrag. Diese Angaben müssen vollständig und richtig sein. Wer etwas weglässt, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall vom Vertrag zurücktritt oder ihn anficht, und zwar genau dann, wenn Sie die Rente am dringendsten brauchen.
Die entscheidende Frage lautet meist sinngemäß: „Wurden Sie in den letzten Jahren von Ärzten, Heilpraktikern oder Therapeuten untersucht, beraten oder behandelt?“ Wer hier nicht eindeutig mit Nein antworten kann, und das sind die meisten Menschen, sollte den Antrag nicht einfach bei einem Versicherer stellen. Denn eine Ablehnung oder ein Zuschlag kann in der Hinweis- und Informationsdatei der Versicherungswirtschaft (HIS) vermerkt werden und spätere Anträge bei anderen Gesellschaften erschweren.
Gleiche Angaben, fünf völlig unterschiedliche Ergebnisse
Jeder Versicherer hat eigene Annahmerichtlinien, und diese ändern sich regelmäßig. Deshalb lässt sich vorher kaum sagen, wer Sie zu den besten Bedingungen versichert. So unterschiedlich fielen in meiner Praxis die Antworten auf eine einzige Anfrage aus:
Eine Anfrage, fünf Antworten
Identische Gesundheitsangaben, anonym an fünf Versicherer gestellt:
- Versicherer AAblehnung
- Versicherer BAusschluss Wirbelsäule
- Versicherer C20 % Zuschlag
- Versicherer DZurückstellung 1 Jahr
- Versicherer ENormale Annahme
Ein direkter Antrag bei Versicherer A hätte mit einer Ablehnung geendet, die bei späteren Anträgen bekannt sein kann. Mit der Voranfrage lässt sich gezielt dort beantragen, wo die Bedingungen am besten sind.
Die Vorteile auf einen Blick
Keine Spuren bei den Versicherern
Bei der Voranfrage wird kein Antrag gestellt und kein Name übermittelt. Eine Ablehnung oder ein Zuschlag hat deshalb keine Folgen für spätere Anträge.
Echte Vergleichbarkeit
Sie sehen nebeneinander, wie verschiedene Versicherer Ihr Risiko einschätzen, und wählen das beste Angebot aus.
Sie behalten die Kontrolle
Erst wenn Sie sich für einen Versicherer entschieden haben, werden Ihre persönlichen Daten offengelegt und der Antrag gestellt.
Überraschungen vorher klären
Steht in Ihrer Krankenakte eine Diagnose, von der Sie nichts wussten? Das lässt sich vor dem Antrag in Ruhe prüfen und gegebenenfalls korrigieren.
So läuft die anonyme Risikovoranfrage ab
Erstgespräch
Wir klären, welche Absicherung Sie brauchen, und besprechen Ihre gesundheitliche Vorgeschichte.
Digitaler Fragebogen
Sie erhalten einen Link zu einem sicheren Online-Fragebogen und füllen ihn in Ruhe aus. Ihre Angaben werden anonymisiert.
Anfrage an viele Versicherer
Ich stelle die anonymisierte Anfrage bei mehreren Versicherern gleichzeitig. Die Rückmeldungen sind unverbindlich.
Auswertung und Antrag
Wir vergleichen die Ergebnisse gemeinsam. Beim gewählten Versicherer stellen wir den Antrag und reichen das Ergebnis der Voranfrage mit ein.
Video: So funktioniert der digitale Fragebogen
In diesem Video zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Fragebogen zur Risikovoranfrage ausfüllen und worauf es bei den einzelnen Angaben ankommt.
Welche Gesundheitsfragen gestellt werden
Der Fragebogen ist so aufgebaut, dass alle Angaben, die ein Versicherer für die Risikoprüfung braucht, systematisch erfasst werden. Je genauer Sie antworten, desto besser kann der Risikoprüfer Ihren Fall einschätzen. Arztbriefe, Befunde oder Entlassungsberichte sind dabei sehr hilfreich.
- Beruf und Tätigkeit: zum Beispiel der Anteil an Büro- und körperlicher Arbeit
- Körpergröße, Gewicht und Rauchverhalten
- Hobbys und Sportarten: etwa Tauchen, Klettern oder Motorsport
- Behandlungen und Untersuchungen innerhalb bestimmter Zeiträume
Typische Abfragezeiträume
Ambulante Behandlungen
meist 5 Jahre
Stationäre Aufenthalte
meist 10 Jahre
Tumorerkrankungen
oft ohne zeitliche Grenze
Die Zeiträume unterscheiden sich je nach Versicherer. In der Voranfrage erhält jeder Versicherer nur die Angaben, die in seinen Abfragezeitraum fallen. Längst ausgeheilte Erkrankungen außerhalb dieses Zeitraums fließen nicht in die Bewertung ein.
Diagnose oder Anamnese? Ein wichtiger Unterschied
In Ihrer Patientenakte stehen nicht nur aktuelle Erkrankungen, sondern auch Ihre medizinische Vorgeschichte. Für die Gesundheitsfragen ist es wichtig, beides richtig einzuordnen:
Diagnose
Eine ärztlich festgestellte Erkrankung, die aktuell besteht oder im Abfragezeitraum behandelt wurde. Sie muss vollständig angegeben werden, mit Behandlungszeitraum und Verlauf.
„Bandscheibenvorfall L5/S1“, „chronische Bronchitis“
Anamnese
Die Vorgeschichte: frühere, ausgeheilte Erkrankungen ohne aktuelle Beschwerden. In der Akte oft mit „Z. n.“ (Zustand nach) vermerkt. Sie wird meist deutlich milder bewertet.
„Z. n. Knieoperation 2016, seitdem beschwerdefrei“
Gerade bei solchen Einträgen zeigt die anonyme Voranfrage ihre Stärke: Sie erfahren vorab, ob eine alte Erkrankung überhaupt noch eine Rolle spielt, ohne dass etwas beim Versicherer gespeichert wird.
So besorgen Sie Ihre Gesundheitsdaten
Viele Menschen wissen nicht genau, was in ihrer Krankenakte steht. Bevor Sie Gesundheitsfragen beantworten, lohnt sich deshalb ein Blick in die Unterlagen. Drei Wege führen zum Ziel:
1. Hausarzt und Fachärzte
Bitten Sie Ihre Ärzte um eine Kopie Ihrer Patientenakte oder eine Übersicht der Diagnosen und Behandlungen. Sie haben nach Art. 15 DSGVO das Recht auf Auskunft; eine erste Kopie ist kostenlos.
2. Ihre Krankenkasse
Die Krankenkasse kann Ihnen eine Übersicht der abgerechneten Behandlungen und Diagnosen geben. So sehen Sie auch Einträge, an die Sie sich nicht mehr erinnern.
3. Elektronische Patientenakte (ePA)
Gesetzlich Versicherte können ihre ePA über die App ihrer Krankenkasse einsehen. Sie enthält vor allem neuere Daten. Für ältere Behandlungen bleiben Arztunterlagen und die Kassenübersicht wichtig.
Prüfen Sie die Unterlagen auf Fehler. Falsche oder veraltete Diagnosen können Sie berichtigen lassen. Das ist oft der wichtigste Schritt zu einem fairen Ergebnis.
Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen
Einige Versicherer bieten zeitweise Tarife mit verkürzter Gesundheitsprüfung an. Typisch sind ein kürzerer Abfragezeitraum von drei bis fünf Jahren, nur wenige Fragen zu schweren Erkrankungen oder Sonderaktionen für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte und Akademiker. Dafür ist die versicherbare Rente oft begrenzt.
Solche Angebote ändern sich häufig und passen nicht für jeden. Ich prüfe für Sie, ob aktuell ein Tarif mit vereinfachten Fragen infrage kommt oder ob die anonyme Voranfrage der bessere Weg ist.
Häufige Fragen zur anonymen Risikovoranfrage
Was kostet die anonyme Risikovoranfrage?
Für Sie ist die Risikovoranfrage im Rahmen der Beratung kostenlos. Ich werde als Versicherungsmakler vom Versicherer vergütet, wenn ein Vertrag zustande kommt.
Wie lange dauert eine Risikovoranfrage?
Das hängt von den Versicherern und der Vorgeschichte ab. Meist liegen die Rückmeldungen nach einer bis drei Wochen vor. Bei umfangreichen Unterlagen kann es länger dauern.
Ist das Ergebnis der Voranfrage verbindlich?
Die Rückmeldungen sind unverbindliche Einschätzungen. In der Praxis hält sich der Versicherer aber daran, wenn der spätere Antrag zeitnah gestellt wird und dieselben Angaben enthält. Deshalb ist es so wichtig, im Fragebogen vollständig und genau zu antworten.
Wird bei der Voranfrage etwas gespeichert?
Die Versicherer erhalten Ihre Gesundheitsangaben ohne Namen. Es entsteht kein Antrag und kein Eintrag, der Ihnen zugeordnet werden kann. Erst beim tatsächlichen Antrag werden Ihre persönlichen Daten übermittelt.
Lohnt sich die Voranfrage auch ohne Vorerkrankungen?
Sobald Sie in den abgefragten Zeiträumen beim Arzt waren, ja. Schon harmlose Behandlungen wie Rückenschmerzen oder eine Gesprächstherapie werden von Versicherern sehr unterschiedlich bewertet.
Persönliche Beratung
Lassen Sie Ihre Chancen anonym prüfen
Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, ob eine Risikovoranfrage für Sie sinnvoll ist, und starten sie bei Bedarf direkt. Persönlich in Leipzig, per Video oder am Telefon.
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