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Einkommensabsicherung: Berufsunfähigkeit richtig absichern

Ihre Arbeitskraft ist Ihr wertvollstes Kapital. Wer mit 30 Jahren 3.000 Euro netto im Monat verdient, erwirtschaftet bis zur Rente mit 67 rund 1,3 Millionen Euro, ohne eine einzige Gehaltserhöhung. Fällt dieses Einkommen durch Krankheit oder Unfall weg, zahlt der Staat oft nur einen Bruchteil.

Als Versicherungsmakler helfe ich Ihnen, diese Lücke zu schließen: mit einer passenden Berufsunfähigkeitsversicherung und, wo sinnvoll, ergänzenden Bausteinen. Von der Bedarfsermittlung über die anonyme Risikovoranfrage bis zur Begleitung im Leistungsfall. Persönlich in meinem Büro in Leipzig oder per Video, wo immer Sie wohnen.

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Warum die gesetzliche Absicherung nicht reicht

Für alle, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, gibt es keinen gesetzlichen Berufsschutz mehr. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt nur noch eine Erwerbsminderungsrente, und zwar unabhängig davon, welchen Beruf Sie gelernt haben.

1.041 €

betrug die durchschnittliche neue Erwerbsminderungsrente 2024 im Monat, nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung, vor Steuern.

Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rentenversicherungsbericht 2025

unter 3 Std.

täglich in irgendeinem Job: Erst dann gibt es die volle Erwerbsminderungsrente. Bei 3 bis 6 Stunden nur die halbe.

Grundlage: § 43 SGB VI

5 Jahre

Mindestversicherungszeit, davon 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren. Berufseinsteiger und viele Selbstständige gehen leer aus.

Grundlage: § 43 SGB VI

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt Ihnen eine vereinbarte monatliche Rente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich dauerhaft nicht mehr ausüben können. In guten Verträgen genügt es, wenn Sie zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sind und dieser Zustand voraussichtlich mindestens sechs Monate anhält.

Entscheidend ist Ihr konkreter Beruf, nicht der allgemeine Arbeitsmarkt. Eine Chirurgin, die nicht mehr operieren kann, muss sich nicht auf einen Bürojob verweisen lassen. Zusätzlich übernimmt der Versicherer im Leistungsfall Ihre Beiträge.

  • Monatliche Rente bis zum vereinbarten Endalter, idealerweise 67
  • Beitragsbefreiung während des Leistungsbezugs
  • Leistung auch bei psychischen Erkrankungen
  • Optional: steigende Rente im Leistungsfall gegen Inflation

Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit

UrsacheAnteil
Psychische und Nervenerkrankungen39 %
Erkrankungen von Skelett und Bewegungsapparat18 %
Krebs und andere bösartige Tumore16 %
Sonstige Erkrankungen14 %
Unfälle7 %
Herz- und Kreislauferkrankungen6 %
Quelle: Morgen & Morgen, BU-Leistungsursachen (Stand April 2026), gerundet

Nur etwa jede vierzehnte Berufsunfähigkeit geht auf einen Unfall zurück. Eine Unfallversicherung allein reicht deshalb nicht aus, um Ihr Einkommen abzusichern.

Bausteine der Einkommensabsicherung

Nicht für jeden ist die klassische BU der richtige oder einzige Weg. Je nach Beruf, Gesundheit und Budget kombiniere ich diese Bausteine:

Basis

Berufsunfähigkeitsversicherung

Der umfassendste Schutz für Ihr Einkommen. Leistet, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, egal aus welchem gesundheitlichen Grund.

Für Beamte

Dienstunfähigkeitsversicherung

Für Beamtinnen und Beamte auf Widerruf, auf Probe und auf Lebenszeit. Entscheidend ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel, die an die Entscheidung des Dienstherrn anknüpft.

Alternative

Grundfähigkeitsversicherung

Zahlt, wenn Sie konkrete Fähigkeiten wie Gehen, Sehen, Hände gebrauchen oder Autofahren verlieren. Oft eine Lösung bei körperlichen Berufen oder Vorerkrankungen.

Ergänzung

Schwere-Krankheiten-Versicherung

Einmalbetrag bei Diagnosen wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Multiple Sklerose, auch wenn Sie weiterarbeiten können. Auch bekannt als Dread-Disease-Versicherung.

Ergänzung

Unfallversicherung

Kapital für Umbau, Hilfsmittel oder Reha nach einem Unfall. Sinnvoll als Ergänzung, ersetzt aber keine BU, da nur wenige Fälle auf Unfälle zurückgehen.

Für Selbstständige

Krankentagegeld

Überbrückt längere Arbeitsunfähigkeit, wenn keine Lohnfortzahlung greift. Wichtig für Selbstständige und privat Versicherte, bevor eine BU-Rente einsetzt.

Worauf es beim BU-Vertrag ankommt

Zwei Verträge mit gleicher Rente können im Ernstfall völlig unterschiedlich leisten. Die Unterschiede stecken im Kleingedruckten. Diese sechs Punkte prüfe ich bei jedem Vergleich, hier in verständlichen Worten erklärt:

1. Keine Verweisung auf einen anderen Beruf

Der Versicherer darf nicht sagen: „Als Dachdecker können Sie nicht mehr arbeiten, aber theoretisch als Pförtner. Also zahlen wir nicht.“ Fachbegriff: Verzicht auf abstrakte Verweisung.

Warum wichtig: Ohne diese Klausel kann die Rente trotz Krankheit ausbleiben.

2. Rente schon ab 50 % Berufsunfähigkeit

Sie müssen nicht völlig arbeitsunfähig sein. Es reicht, wenn Sie Ihren Beruf nur noch zur Hälfte ausüben können und das voraussichtlich mindestens sechs Monate so bleibt.

Warum wichtig: Viele Erkrankungen schränken stark ein, ohne die Arbeit ganz unmöglich zu machen.

3. Rente auch rückwirkend

Melden Sie die Berufsunfähigkeit erst einige Monate später, zahlt ein guter Versicherer trotzdem ab dem Zeitpunkt, an dem sie tatsächlich begonnen hat.

Warum wichtig: Gerade bei psychischen Erkrankungen wird der Antrag oft erst spät gestellt.

4. Rente später erhöhen, ohne neue Gesundheitsfragen

Bei Heirat, Geburt eines Kindes, Immobilienkauf oder Gehaltserhöhung können Sie die Rente aufstocken, ohne erneut Fragen zu Ihrer Gesundheit zu beantworten. Fachbegriff: Nachversicherungsgarantie.

Warum wichtig: Ihr Einkommen wächst. Ihr Schutz sollte mitwachsen, auch wenn Sie inzwischen erkrankt sind.

5. Schutz bis zum Rentenbeginn

Der Vertrag sollte bis zum 67. Lebensjahr laufen. Endet er schon mit 60, fehlen Ihnen im Ernstfall sieben Jahre Einkommen bis zur Altersrente.

Warum wichtig: Das Risiko, berufsunfähig zu werden, steigt mit dem Alter.

6. Faire Regeln für Selbstständige

Wer einen eigenen Betrieb hat, muss ihn im Leistungsfall eventuell umorganisieren. Gute Verträge verlangen das nur, wenn es ohne großen Kapitaleinsatz und ohne spürbaren Einkommensverlust möglich ist.

Warum wichtig: Sonst kann die Leistung mit Hinweis auf eine Umorganisation abgelehnt werden.

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Als Faustregel gelten 60 bis 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens. Von der BU-Rente gehen noch Kranken- und Pflegeversicherung und meist Steuern ab, und Ihre Altersvorsorge sollte weiterlaufen. Der BU-Bedarfscheck rechnet Ihre persönliche Lücke in wenigen Minuten aus, ohne Gesundheitsfragen.

Gesundheitsfragen: der wichtigste Schritt

Beim Antrag fragt der Versicherer nach Ihrer Gesundheit, meist für die letzten drei bis zehn Jahre. Unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt oder vom Vertrag zurücktritt. Deshalb gehen wir die Fragen gemeinsam und sorgfältig durch, am besten mit Ihrer Patientenakte oder einer Auskunft Ihrer Krankenkasse.

Bei Vorerkrankungen stelle ich vorab eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern. So sehen Sie, wer Sie zu welchen Bedingungen annimmt, ohne dass eine Ablehnung in der Hinweis- und Informationsdatei der Versicherer (HIS) gespeichert wird. Erst dann stellen wir den Antrag beim passenden Anbieter.

Für wen das besonders wichtig ist

Jede Berufsgruppe hat eigene Risiken und andere Lücken in der gesetzlichen Absicherung:

Angestellte

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente liegt im Schnitt bei rund 1.000 Euro im Monat. Das ist oft weniger als die Hälfte des bisherigen Nettogehalts.

Selbstständige und Freiberufler

Keine Lohnfortzahlung und oft kein Anspruch auf gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Fällt Ihre Arbeitskraft aus, fehlt das Einkommen sofort.

Akademiker

Büro- und akademische Berufe werden von den Versicherern günstig eingestuft. Wer früh abschließt, sichert sich niedrige Beiträge für die gesamte Laufzeit.

Ärztinnen und Ärzte

Das Versorgungswerk zahlt meist nur, wenn Sie gar nicht mehr ärztlich tätig sein können. Für die eigene Fachrichtung braucht es eine private BU.

Zum Ärzte-Check →

Studierende, Azubis und Schüler

Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss sind, desto günstiger und einfacher bekommen Sie Schutz, und zwar dauerhaft.

Familien und Immobilienbesitzer

Kredit, Miete und Lebenshaltung laufen weiter, auch wenn das Einkommen wegfällt.

Zur Vermögensabsicherung →

Häufige Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Ab wann gilt man als berufsunfähig?

Nach den meisten Verträgen sind Sie berufsunfähig, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf wegen Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Maßgeblich ist Ihr konkreter Arbeitsalltag, so wie er vor der Erkrankung aussah.

Was ist der Unterschied zur Erwerbsminderungsrente?

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente prüft, ob Sie irgendeine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben können. Die volle Rente gibt es erst, wenn Sie weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Die private BU orientiert sich dagegen an Ihrem eigenen Beruf und zahlt die Rente, die Sie vereinbart haben.

Wie hoch sollte die BU-Rente sein?

Als Orientierung gelten 60 bis 80 Prozent Ihres Nettoeinkommens. Berücksichtigen Sie dabei Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, Steuern und Ihre weitere Altersvorsorge. Der BU-Bedarfscheck auf dieser Website rechnet Ihre persönliche Lücke aus.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Der Beitrag hängt vor allem von Ihrem Beruf, Ihrem Alter beim Abschluss, Ihrer Gesundheit, der Rentenhöhe und der Laufzeit ab. Büroberufe und Akademiker zahlen deutlich weniger als körperlich arbeitende Menschen. Ein Vergleich lohnt sich, weil die Versicherer Berufe sehr unterschiedlich einstufen.

Bekomme ich eine BU trotz Vorerkrankungen?

Oft ja, eventuell mit einem Ausschluss oder Zuschlag. Mit einer anonymen Risikovoranfrage klären wir vorab, welcher Versicherer Sie zu welchen Bedingungen annimmt. Ist eine BU nicht möglich, prüfen wir Alternativen wie eine Grundfähigkeits- oder Schwere-Krankheiten-Versicherung.

Lohnt sich eine BU schon für Schüler, Azubis und Studierende?

Ja, oft sogar besonders. Junge Menschen sind meist gesund, und der Beitrag richtet sich lange nach dem niedrigen Eintrittsalter. Mit einer Nachversicherungsgarantie lässt sich die Rente später bei Berufseinstieg oder Gehaltserhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung anpassen.

Reicht eine Unfallversicherung nicht aus?

Nein. Nur rund sieben Prozent aller Berufsunfähigkeiten gehen auf Unfälle zurück. Die meisten Fälle entstehen durch psychische Erkrankungen, Rückenleiden oder Krebs, und dafür leistet eine Unfallversicherung nicht.

Was kostet mich die Beratung?

Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten. Als Versicherungsmakler werde ich vom Versicherer vergütet, die Vergütung ist im Beitrag bereits enthalten. Sie zahlen also denselben Beitrag wie beim direkten Abschluss, erhalten aber Vergleich, Beratung und Begleitung im Leistungsfall.

Lassen Sie uns Ihre Absicherung gemeinsam prüfen.

Das Erstgespräch ist kostenfrei. Wählen Sie online einen Termin, der Ihnen passt: im Büro in Leipzig, per Video oder am Telefon.

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